Die Felsenkirche mit spitzem Turm im warmen Abendlicht auf einem Granitfelsen

Sehenswertes · Altstadt

Felsenkirche

Der Wind drückt dich an der Treppe gegen das Geländer. Oben auf dem Fels steht die Kirche. Sie leuchtet gelb in der Abendsonne, unter dir liegen die roten Dächer der Altstadt und dahinter das kalte Blau der Bucht.

Foto: 123RF

Die Felsenkirche steht auf dem Diamantberg, dem Granitrücken im Süden der Altstadt. Den Grundstein legte die Gemeinde am 19. November 1911, geweiht wurde die Kirche am 4. August 1912. Entworfen hat sie Albert Bause im neugotischen Stil, bezahlt wurde sie mit 46.000 Goldmark an Spenden aus Deutschland. Das war die Zeit, in der aus den Diamantenfeldern hinter der Stadt das Geld nur so kam. Seit 1978 ist sie Nationaldenkmal, und bis heute gehört sie der deutschsprachigen evangelisch-lutherischen Gemeinde.

am 4. August geweiht
1912
Goldmark an Spenden
46.000
Nationaldenkmal
1978
meist am späten Nachmittag offen
1 Stunde

Drinnen lohnt vor allem das Licht. Das Altarfenster stiftete Kaiser Wilhelm II., es zeigt nach Angaben des Reiseunternehmens Gondwana, wie Jesus den Sturm stillt. Ein passenderes Motiv für eine Stadt, in der fast immer Wind geht, hätte man kaum finden können. Die Altarbibel kam von Kaiserin Auguste Viktoria, Teile der Einrichtung ließ Pfarrer Metzner aus der Rhön kommen. Die Kirche ist nur kurz geöffnet, meist eine Stunde am späten Nachmittag. Genannt werden 16 bis 17 Uhr und 17 bis 18 Uhr, das Reiseunternehmen Gondwana schrieb im September 2025 von 18 bis 19 Uhr im Sommer und 17 bis 18 Uhr im Winter. Frag also in deiner Unterkunft nach.

Giebel und Turm der Felsenkirche von unten vor tiefblauem Himmel
Neugotik auf Granit: gebaut, als die Diamanten das Geld brachten. Foto: 123RF
Dauer
eine halbe Stunde, mit Blick vom Fels eine Stunde
Kosten
vor Ort erfragen
Wann
eine Stunde am späten Nachmittag, vor Ort nachfragen
Von der Felsenkirche
direkt dort

Unser TippKomm eine halbe Stunde vor der Öffnung und bleib draußen auf dem Fels, bis die Tür aufgeht. Dann hast du zuerst den Blick über Stadt und Bucht und danach das Abendlicht im Altarfenster.

Felsenkirche: häufige Fragen

Wann ist die Felsenkirche in Lüderitz geöffnet?

Die Felsenkirche in Lüderitz ist meist nur eine Stunde am späten Nachmittag geöffnet. Die genannten Zeiten gehen auseinander, deshalb fragst du am besten vor Ort in der Unterkunft nach.

Wie alt ist die Felsenkirche in Lüderitz?

Der Grundstein der Felsenkirche wurde am 19. November 1911 gelegt, geweiht wurde sie am 4. August 1912. Architekt war Albert Bause.

Wer hat das Altarfenster der Felsenkirche gestiftet?

Das Altarfenster der Felsenkirche in Lüderitz stiftete Kaiser Wilhelm II. Die Altarbibel kam von Kaiserin Auguste Viktoria.

Kann man zur Felsenkirche zu Fuß gehen?

Ja. Die Felsenkirche steht auf dem Diamantberg direkt oberhalb der Altstadt von Lüderitz, der Weg führt aus der Altstadt bergauf.